Montag, 23. März 2020

Corontäne Tag 9

Wochenzusammenfassung ist zu lang.

Also heute. Heute spielten die Kinder ein bißchen Minecraft, während ich noch schlief. Ich bin hier immer die letzte, die es aus dem Bett schafft. Während ich im Bad war, machten die Kids Frühstück und der Große fütterte auch die Hühner.

Frühstück, Küche aufräumen.

Lernrunde. Zum Wochenanfang scheint die Motivation höher zu sein. Selbst der ewig nörgelnde Minimann nahm sich sein Heft und übte ein paar Buchstaben. Der Große widmete sich erst Mathe, dann Englischvokabeln. Ich holte aus dem Keller einen Karton mit einem Puzzleball. Die beiden waren begeistert und Motorikübungen sind ja auch nie verkehrt. Eine ganze Weile puzzelten sie also die Kugel zusammen.

Ich telefonierte derweil mit der Firma, die den kaputten Drucksensor repariert und kalibriert hat. Ich kenne es ja nur, dass die Firmen uns Bestellnummern zuweisen, nun sollte es andersrum sein. Hm. Erstmal an die nächste Verwaltungsstelle eskalieren. Es gab eine Lösung, die ich dem Kollegen weiterleitete, der wiederum eine Bestellnummer generieren konnte. Die schickte ich dann zur Firma. Ich hoffe das stimmt jetzt so.

Außerdem kam eine Versandbestätigung per Mail. Juhu!

Die Mail eines Elternteils eines Mitschülers vom Großen hingegen verstörte mich etwas. Nein, ich kann (nur weil ich zufällig Elternvertreter bin) nicht auf dem moodle-Server neue Accounts und Passworte vergeben. Nein, ich werde auch nicht anfangen, eintrudelnde Übungsaufgaben der Lehrer per Mail zu verschicken. Wozu gibt es denn eine sinnvolle Plattform, wo alle sich treffen können? Zur Sicherheit checkte ich mit dem Großen, ob er die Englischzettel auf dem Server finden konnte. Konnte er. Und downloaden auch.

Dann beide PCs starten, Mumble installieren, Serverdaten eingeben. Eine Weile Headsets justieren, mit dem Papa eines Freundes des Großen telefonieren. Dann: drei very happy kids - die sich endlich wieder auf einer Minecraftwelt treffen können und via Mumble auch einen bequemen Voicechat haben.

Während die Kinder minecraften, koche ich Mittag, wir essen ganz fix. Nagut, die Kinder essen fix und sind dann wieder am PC. Ich esse in Ruhe, gucke Trevor Noah und entspanne. Yogarunde. Küche wieder in Ordnung bringen. Bißchen weiterarbeiten.

Am Nachmittag dann eine zweite Runde Lernen für den Großen. Erste Schritte beim 10-Finger-Tippkurs. Mit dem Minimann mache ich derweil eine Haushaltsrunde, wir legen Handtücher zusammen. Dann hat er einen großen Müdigkeitsanfall und rollt sich auf dem Sofa zusammen. Der Mann kommt heim, ich räume Einkäufe aus, wir tauschen uns auf dem Sofa aus. Weiter keine Fälle im Heim. Good news.

Bevor der Minimann in bester Elterntragikmanier um 17:00 auf dem Sofa einschläft, raffen wir uns zu einer Radlrunde auf. Der Mann hat damit auch eine Weile mal Ruhe und Pause. Wir radeln durchs Dorf, das ist aber blöd, denn die Autobahn scheint gesperrt. Zuviele LKWs - die Hauptstraße ist Ausweichstrecke. Also in die Feldmark abgebogen. Es ist sehr leer, keine Gefahr andere anzustecken oder angesteckt die werden. Der Minimann fährt immer sicherer (und schneller).

Zurück husche ich zum Aufwärmen unter die Dusche, eine Lage mehr wäre gut gewesen. Der Mann kocht Abendbrot. Wir essen gemeinsam, schauen alle die Maus und ich lese vor. Dann veschwinden zwei müde Kinder im Bett und ich freue mich auf ein Weihnachtsspecial des Doctors.

Corontäne Woche 1

Ich klaue das wunderbare Wort bei Frau Rabe.

13.03. Der Kollege und ich planen das Homeoffice, unser offizieller Vorgesetzter hat einen Drei-Stufen-Plan für unsere Institutsetage entwickelt. Offizielle Mails von ganz oben trudeln auch ein. Da nach dem Wasserschaden unser Labor eh geschlossen ist, können wir problemlos ins Homeoffice wechseln. Wir beginnen, das Labor für die Handwerker, die hoffentlich trotzdem handwerken können, vorzubereiten.


14.04. Ich packe Mann und Kinder ins Auto und wir fahren ins Institut. Die Kinder haben da etwas zum Spielen und sind beschäftigt. Mann, Kollege und ich beginnen damit Christo nachzueifern. Unser Labor hat an drei Stellen offenen Fußboden. Ganz früher (tm) gab es hier mal ein Experiment mit großen Kolonnen über zwei Etagen. Die Löcher wurden die richtig geschlossen, da liegt nur Gitterboden. Nach dem Wasserschaden soll das nun behoben werden (ganz plötzlich nach 30 Jahren, die das Gebäudemanagement sehr wohl wusste, dass diese Löcher existieren, muss das nun JETZT SOFORT erledigt werden. Tja nun.) Handwerker machen Staub. Daher müssen wir alles, was im Labor verbleibt in Folie hüllen. Wir räumen also raus, was raus kann. Und bewaffnen uns dann mit dicker Malerfolie und Ducttape.



Das Ergebnis sah dann so aus. Ich hoffe sehr, dass das alles gut klappt, denn wir werden nicht da sein, wenn die Handwerker da sind.

Nach der Arbeit, das Vergnügen. Wir holen uns schnell Leberkäsebrötchen auf die Hand und machen dann mit den Kindern eine große Waldrunde. Dort wo die Kinder (mit meinem Patenkind und Schwester) letztes Jahr ihre müden Füße im Tümpel gekühlt haben, beobachten wir dieses Mal Molche. Tolles Wetter, Frühling überall.

15.03. Normaler Sonntag, schöne Radlrunde draußen, der Minimann wird immer schneller auf dem nächstgrößeren Rad. Auf- und Absteigen und Anfahren üben wir noch. Abends werden wir offiziell ab sofort ins Homeoffice geschickt. Der Kollege wird am Montag nochmal kurz vorbeifahren und die restlichen Sachen, die wir brauchen abholen und den Kühlschrank ausräumen. Der Lehrbetrieb wird eingestellt, der Forschungsbetrieb so weit, wie es geht. Da der Mann in der Verwaltung eines Pflegeheims arbeitet und deshalb auch weiterhin arbeiten geht, mache ich einen groben Plan für die Zeit mit Homeoffice, Homeschooling, Homebespaßing.

16.03. Die Kinder und ich starten in die erste Corontänewoche. Wir schauen gemeinsam die Schulsachen durch, machen eine Liste mit Dingen, die wir wiederholen werden, sammeln Arbeitsmaterialien zusammen. Wir beginnen dann mit Mathe, das ist sogar ganz spaßig. Wir basteln und ein Tangramm Spiel und legen Tiere. Für den Minimann habe ich ein dickes Vorschulheft gekauft. Er probt den Aufstand, wütet und hat keine Lust. Der Große ist sehr motiviert und hat begriffen, dass die Schulpflicht nicht ausgesetzt ist. Merken wir uns diesen Satz für später. Nachmittags Toben im Garten. Ich klatsche mit dem Mann ab und fahre dann zu einer Freundin. Dort gibt es Probleme mit dem Internet und das geht ja gar nicht. Ja, auch in Wohnungen kann man Abstand halten. Leider kommen wir nur bis zum Punkt "Problemaufnahme". Ich bestelle zu Hause zwei Powerline Geräte, sie bestellt einen anderen Router. Wir verabreden und für Ende der Woche zur Problembehebung.

17.03. Tilt. Migräne. Irgendwas passiert an diesem Tag. Aber ich weiß nicht mehr was. Der Mann kommt früher nach Hause, damit ich mich samt Triptan ins Bett legen kann. Der Rest der Familie geht wandern. Ich verpasse das leider.




18.03. Ich bin wieder unter den Lebenden. Heute setzen wir Schulkram ein bißchen aus und beginnen, das Kinderzimmer aufzuräumen und auszusortieren. Ich stelle ein paar Sachen bei Kleinanzeigen ein. Wir gucken die Maus, die ab heute jeden Tag ausgestrahlt wird. Danach: schönes Wetter nutzen und raus. Die Kinder spielen im Garten. Ich grabe ein bißchen um, schneide altes Gestrüpp weg. Nachmittags schlafe ich einfach ein, da ist der Mann dann zum Glück da und übernimmt. Die Männer machen eine weitere Wandertour, damit ich auch das Homeoffice ernsthaft verfolgen kann. So ein Paper tippt sich nicht mal nebenbei.





19.03. Wir verbringen den Vormittag mit Online-Lernen. Emailaccount einrichten, die Schulplattform anschauen und die ersten Dokumente runterladen. Einen 10-Finger-Tippkurs buchen und Scratch installieren. Der Große hat ein Maus-Scratch-Buch bekommen. Guter Einstieg ins Programmieren. Trotzdem lässt die Lust deutlich nach. Die Motivation hinkt, der Minimann rebelliert, als wäre er schon ein Teenie. Es ist anstrengend. Sehr anstrengend. Der Große weiß nicht mehr, wie man Punkte in ein Koordinatensystem einträgt. Und gerade heute kommt der Mann spät nach Hause. Außerdem läuft Minecraft nicht, es gibt Probleme. Ich organisiere im Hintergrund, dass am Wochenende der Server umgezogen wird.  Ich brauche ein bißchen Pause und möchte Yoga machen. Das Video geht 25 Minuten. ich schicke die Kinder zum Austoben raus und erbitte mir eine ruhige Yogarunde.

Minute 9 des Videos. Der große kommt heulend rein, die Kinder haben angefangen auf dem Trampolin zu streiten. Toll. Ich möchte ein bißchen ausrasten.

Die Kinder spielen drinnen. Ich mache das Video zu Ende. Von Ruhe kann man aber leider nicht sprechen.

Ich update alle Rechner auf den neuesten Stand. Alles zieht sich hin wie Kaugummi. Ich räume mit dem Großen seinen alten Schreibtisch leer und wir schleppen ihn ins Wohnzimmer. Dort bauen wir übersichtlich die Lernunterlagen auf.



Ich schicke die Kinder nochmal raus, während ich Milchreis koche. Die Kinder wollen gar nichts, außer am Smartphone hängen. Das haben sie aber schon morgens gemacht. Ich habe kaum den Reis in die Milch geschüttet, kommt der Große heulen rein. Diesmal ist irgendwas beim Saltoüben schief gegangen, er hat Nasenbluten. Ich versorge ihn, rühre den Milchreis, der Minimann hält dem Großen ein Kühlkissen in den Nacken. Nach dem Essen kapituliere ich und wir schauen Naturdokus und die Maus auf dem Sofa. Was für ein Tag.


20.03. Freitag. Fast Wochenende. Schuleinheit. Des Großen Gehirn ist so weich, dass er versucht mir glaubhaft zu versichern, dass er unter keinen Umständen wüsste was eine Summe ist. Der Minimann hat sich vom Wüten und Rebellieren auf "Bauchschmerzen" verlegt und bleibt auf dem Sofa. Es ist nicht ganz klar, welcher Natur diese Bauchschmerzen sind. Nachdem ich mich mit dem Großen durch einen Mathezettel gequält habe, machen wir eine Runde Sport. Die Trainer von Alba Berlin (?) bieten bei Youtube Sportstunden an. Wir beginnen mit der KiTa-Runde. Das ist echt schön gemacht, die Trainer geben sich Mühe, das kindgerecht aufzubereiten. Der Minimann hat nach einer Viertelstunde keine Lust mehr, der Große macht nicht richtig mit und hampelt nur rum. Toll. Ich erkläre den Kindern mit aller Restgeduld, wieso die Situation ist, wie sie ist. Wieso wir Rücksicht nehmen und zu Hause bleiben, wieso wir trotzdem Lernen, Sport machen, eine Alltagsstruktur aufrechterhalten.

Zwischendurch Telefonat mit dem besten Freund. Ihm fehlt die Uni. Mir auch. Er hat die Woche ganz viele Kundentermine (viele zum Glück remote), weil natürlich alle jetzt und sofort die Infrastruktur für Homeoffice brauchen. Außerdem hat er einen Hexenschuss. Wir sind alle etwas deprimiert und verzweifelt. Ich lade ihn also hierher ein. Krankenlager. Als er mittags rumkommt und reinhumpelt, essen wir erstmal Milchreisreste. Dann schläft der Minimann auf dem Sofa ein, der beste Freund ebenfalls mit Heizkissen. Zum allerersten Mal in dieser Woche kehrt etwas Ruhe ein. Nachmittags dann übernimmt der Mann die Kinder. Ich gehe mit dem besten Freund eine Runde spazieren. Das Wetter ist kalt, grau und häßlich. Wir gehen vorsichtig. Leider hilft bei Hexenschuss am Ende doch nur Bewegung.

Gemeinsames Essen, ein paar Dehnübungen. Ich bin so müde. Die Kinder gehen samt des neuen Haferhorde-Teils ins Bett. Wir sacken auf dem Sofa zusammen und streiten diskutieren lautstark, wie die Woche lief und warum was nicht klappt und warum das in der kommenden Woche anders laufen muss und wieso alles doof ist. Es ist schwierig - für uns alle.

21.03. Samstag. Wochenende! Endlich! Keine non-stop Kinderbespaßung durch mich. Ich bin da einfach nicht für gemacht. Nach dem Frühstück fahre ich zur Freundin und verbringe dann drei Stunden damit einen neuen Router einzurichten, die Powerline Geräte anzuschließen, das Telekom-Medien-Gerät ins Internet zu hängen. Wir müssen ein Loch durch die Wand vergrößern, LAN-Kabel verlegen und alle Geräte ins WLan bringen. Wir stellen fest: die Anzahl an mobilen Geräten wird immer größer. Am Ende rafft sogar der Drucker, dass es ein neues WLan gibt. Und die Telekom streamt brav das TV-Programm. Juhu. Als IT-Guy unterwegs.

Zuhause hat der Mann mit einem Freund erfolgreich den Minecraftserver umgezogen. Alle happy, die Kinder hocken auf der alten-neuen Minecraftwelt und angeln.

Zurück zu Hause schlafe ich auf dem Sofa ein. Später kochen wir vier alle gemeinsam. Auch das: eine ganz neue Erfahrung. Wir essen Zucchini-Möhren Rösti (aus dem Maus Kochbuch) mit Tzaziki (man kann fehlende Gurke gut durch Feta ersetzen) und Obstsalat. Abends schauen wir einen Film. Ich bin komplett erschöpft.

22.03. Sonntag. Ich bin so müde. Nach dem Frühstück gammeln die Kinder eine Runde, der Mann ist nochmal mit der Minecraftwelt beschäftigt. Ich putze zwei Stunden lang Küche und Bad gründlich. Danach blitzt es überall und ich könnte einschlafen. Telefoniere mit dem besten Freund. Danach ziehen wir uns alle warm an, es ist schweinekalt und hat in der Nacht gefroren. Der Mann und ich planen Beete im Garten. Ich male einen Plan. Der Mann schlägt vor, dass ich zum Entspannen zum besten Freund fahre. Ich bin doch aber so müde.

Ich raffe mich trotzdem auf, fahre erst Gas und dann Benzin tanken. Der beste Freund hat derweil in seiner minikleinen Wohnung genug Platz für seine NäMa gemacht. Seit ungefähr - Ewigkeiten - setzen wir uns hin und nähen.



Die Sporttasche (El Grande von Farbenmix) ist schon seit... ewig (irgendwann 2018, bevor der beste Freund krank wurde) zugeschnitten. Wir nähen konzentriert und in Ruhe. Dann ist es so spät, dass die Spaziergänger am Rehgatter zum Abendbrot weg sein sollten. Wir machen eine kurze Laufrunde. Dann fahre ich nach Hause. Es ist etwas gespenstisch. Sonst lohnt es sich auf der Landstraße fast nie das Fernlicht anzuschalten. Heute fahre ich fast die ganze Strecke mit Fernlicht. Mir kommen zwei RTWs entgegen. Zuhause Sofa, Heizkissen, Bett.

Ich überlege mir, wie die neue Woche werden soll. Ich hoffe auf ein bißchen mehr Input von der Schule. Ich hoffe auf einen Gewöhnungsfaktor der Kinder (und mir). Und das die Tage einfach ein bißchen runder laufen.



Donnerstag, 12. März 2020

12 von 12... (im März)

Caro sammelt.


Der Mann hat ein paar Farben in den Vorgarten gepflanzt.


Ich muss vorm Losfahren erstmal das Auto ausräumen.


Und die sturmzerzausten Hühner füttern.


Kurz beim Mann auf Arbeit vorbeigeschaut.


Arbeit, Arbeit, Arbeit. Aber dann beim Abholen des Minimanns vom KiGa: blauer Himmel! Ich kann es kaum fassen. Diese Farbe gab es hier seit Wochen oder Monaten nicht mehr.



Fassungslos machen mich auch die leeren Regale im Dorfsupermarkt. Ich frage mich lieber nicht, was bei einer Norovirus-Pandemie passieren würde.


Das schöne Wetter muss genutzt werden. Reifen aufpumpen, Klingel umbauen, Räder frühlingsfit. Und damit fahren wir auch direkt eine Runde. Der Minimann ist auf das weiße Rad umgestiegen und muss üben.


Soviel Sonne!!!


Wir fahren ein paar Kilometer durch die Felder, die Sonne lässt unsere Schatten lang werden. Ich renne neben dem Minimann hinterher, der recht schnell rausfindet, dass schnell fahren lustiger ist, als langsam rumeiern.


Großer Pfützenstopp.


Most british thing you can have in Germany. Zur abendlichen Sofaentspannung gibt es Tee und Doctor Who.

Donnerstag, 5. März 2020

WmdedgT... (im März)

Frau Brüllen fragt: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?"

Das morgendliche Aufstehen der Restfamilie verschlafe ich gnädig. Ist auch besser, die Nacht war eher so mittel. Später dann aber Aufstehen, Morgenroutine, Kaffee in meiner neuen Puffintasse. Ein paar Arbeitsemails geschrieben und das Internet leer gelesen.




Die Kinder wünschen sich Milchreis. Milchreis ist aber in mehr bevorratet und Milch auch nicht. Also fahre ich ins Nachbardorf, um einzukaufen. Zurück setze ich Milch auf, sortiere Einkäufe und die inzwischen gelieferte Biokiste ein, bringe die Küche in Ordnung und koche Milchreis. Ohne Überkochen!

Dann eine Runde Yoga. Ich wollte gern eine längere Runde machen, brach aber nach 15 Minuten ab, denn die Übungen aus dem Video gingen weit über meine Fähigkeiten hinaus. Also noch ein anderes, einfacheres Video rausgesucht, dass aber leider auch nur 15 Minuten ging.

War am Ende ganz okay, denn der Große kam überraschend früh aus der Schule. Sein Freund wird häufig vom Opa abgeholt und manchmal fährt er mit.

Mittagessen. Hausaufgaben. Mathearbeit angeschaut, unterschrieben und berichtigt. Ein paar Aufgaben sprechen wir gemeinsam durch. Danach noch für Deutsch eine Tabelle anfertigen. Wegen Zeitmangel verschieben wir Englisch üben (nächste Woche führen sie am Tag der offenen Tür ein Theaterstück auf) auf das Wochenende.

Ich fahre los, um den Minimann und seinen Freund aus dem Kindergarten abzuholen und werde schon freudig erwartet. Zurück zu Hause spielen die Kinder eine Weile im Kinderzimmer, dann verkrümeln sie sich für eine halbe Stunde zum Minecraft zocken.

Ich mache derweil noch Wäsche. Es gibt ja immer Wäsche. IMMER. Dann packe ich unsere Schwimmtasche und wir fahren los. Auf Wunsch der Kinder schon ein bißchen früher, damit sie vor dem Schwimmkurs noch eine Weile spielen können.

Der Große mag nicht ins Wasser, ihm ist kalt. Dann bekommt er Bauchschmerzen. Kurzerhand schicke ich ihn also zum Duschen und wieder Anziehen. Und entsage meiner eigenen Schwimmrunde. Wer weiß, was weiter passiert. Ich sitze also mit zwei bekannten Eltern und dem Großen auf der Bank. Thema: Corona und wie bescheuert Leute sein können. Und der desaströse Zustand des Bildungswesens. Prima.

Der Kleine hat aber Spaß und hängt sich rein. Das ist nach den dauernden Diskussionen um den Schwimmkurs schön zu sehen. Wegen des Großen gehen wir direkt nach dem Schwimmkurs und fahren nach Hause.

Abendessen. Der Mann ist inzwischen auch zu Hause, es gibt Milchreis und Nudeln für alle (den Mann!), die der Meinung sind, Milchreis wäre kein anständiges Hauptgericht.

Ich lese das Sams vor, die Kinder gehen ins Bett. Der Mann ist mit seinem Kumpel zum Zocken verabredet, was mir die Gelegenheit gibt weiter Broadchurch (der Dialekt! <3 ) zu schauen.

Ich schaffe die erste Staffel auch fast zu Ende, aber dann ist es spät und müde und ach - die letzten dreißig Minuten kann ich auch später noch schauen.

Gute Nacht.


Montag, 24. Februar 2020

11 Jahre alt...

Leider hat der Große heute keinen Brief von Hogwarts bekommen. Trotzdem war im Alltagsstress (Üben für Mathearbeit!) ein bißchen Zeit zum Geschenke auspacken und Kuchen essen. Und da wir abends noch Besuch von einer befreundeten Familie mit ebenfalls zwei Kindern hatten, war es dann eine Weile doch auch laut, feierlich und die Kinder tobten aufgedreht rum.


 


Mit 11 Jahren...

  • ist 1,39 cm groß
  • und 28 kg schwer
  • spielt man Subnautica, Below Zero und Minecraft
  • baut ganz viel Lego (rechts im Bild das Windrad)
  • liest man querbeet alles und sehr gern Donalds und Asterix
  • und geht deshalb auch schon mal allein zur Bibliothek
  • plant man das nächste Beet
  • und muss wegen Sturmschaden auch ein neues Tomatenhaus bauen
  • gibt man sein Taschengeld am Schulkiosk aus
  • und spart das Kleingeld für den Eiswagen
  • streitet und liebt man den kleinen Bruder
  • und ist abends ziemlich fix und fertig
  • weil der Sprung auf die weiterführende Schule heftig ist
  • bleibt man gerne hilfsbereit
  • hängt aber auch mal zuviel am Handy rum
  • weswegen es jetzt auch ein eigenes gab
  • fährt immer noch kopfschlackern Fahrrad
  • geht schwimmen (Goldkurs)
  • klettert auf jeden Baum
  • und turnt beim gemeinsamen Yoga nur albern rum
  • und macht super in der Schule mit
  • hat aber keine Lust auf Flöte spielen
  • hat man sich auf dem großen neuen Schulgelände nicht verlaufen
  • vermisst aber die Spielgeräte auf dem Schulhof
  • schaut man Let's play und spielt gleichzeitig
  • sammelt Mineralien
  • und Magic Karten
  • und ist ein wenig traurig, dass Geologie kein Schulfach ist
  • ist man ziemlich selbstständig geworden

Herzlichen Glückwunsch mein Großer!

Mittwoch, 12. Februar 2020

12 von 12... (im Februar)

 Caro sammelt.


Draußen gibt es Wetter. Sehr divers. Ich mag das ja. 


Der Minimann hat sich einen neuen Nagellack ausgesucht. "Naughty Nautical" von Essie. Den muss ich natürlich auch probieren.


Endlich dran gedacht, die ausgeliehenen Nadeln wieder mit zu nehmen. Diese gehören nämlich dem besten Freund.


Aufgrund von Missverständnissen in der Mensaschlange kriege ich kein Hauptgericht. Beilagen reichen auch.


Draußen tummeln sich fleißig die Amseln. Auf dem Bild ist auch ein Weibchen, welches allerdings viel besser getarnt ist.


Ab und zu gibt es Flecke blauen Himmels. Es kann aber sein, dass es in der anderen Richtung gleichzeitig hagelt.


Bildbearbeitung. Der beste Freund ist bei der Nachbearbeitung der 2019er Bilder inzwischen in London angekommen. Hört ihr auch das Geräusch?


Kurzer Abstecher zum Stoffladen, ich brauche einen Reißverschluss.



Damit dieser "Moon Gazing Gnome" seine Bestimmung auf einer Tasche findet.


Mehr Wetter!


Zu Hause dann mag mein Rücken mich gar nicht mehr und ich muss schnell mit Heizkissen aufs Sofa.


Zum Glück gibt es auch noch einen Rest Gemüsenudeln für mich.

Mittwoch, 5. Februar 2020

WmdedgT... (im Februar)

Frau Brüllen fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?


Ruckzuck ist der erste Monat 2020 auch rum. Ich hoffe, die restlichen 11 werden nicht ganz so wie der Januar es war.

Ich quäle mich irgendwann aus dem Bett. Mein kribbelnder Arm macht mich irre. Die Rückenschmerzen auch und offensichtlich werden sie schlimmer. Morgen ist ja Termin beim Hausarzt, auch wenn ich nicht so viel erwarte.

Ich stelle noch schnell einen ganz kleinen Geschenketisch für den Mann zusammen, der heute Geburtstag hat. Der Tag wird wohl eher im Alltag untergehen, aber nichtsdestotrotz ist es ja schön ein paar Geschenke zu bekommen.

Dann auf zur Arbeit. Chefgespräch, Assistentenbesprechung. Es ist dieses Semester schwierig mit den Studis, die das Laborpraktikum machen. Meine Devise ist ja immer: wenn ich etwas vom Großen erwarten kann und er das zuverlässig erledigt, dann kann ich das von jungen Erwachsenen wohl auch annehmen.

Und wenn das dann so gar nicht läuft? Tja.

Wir kommen zu einer Lösung, die zwar nicht wirklich befriedigend ist, aber wohl unvermeidlich. Dann ist es eben so. Mal sehen, welche Konsequenzen wir daraus für das nächste Semester ziehen.

Mensamittagessen.

Dann schnell ins nächste Örtchen gefahren, um ein paar Billyregalbretter via Kleinanzeigen abzuholen. Uns fehlten noch ein paar, nachdem wir umgeräumt haben. Sehr schöne Straßennamen dort bewundert.

Auf dem Rückweg in Gedanken die falsche Abzweigung genommen und erst auf einem Parkplatz verfahren, dann um zig gassigehende Hunde samt Besitzern gekurvt und zum krönenden Abschluss durch eine Baustelle gefahren, bevor ich wieder zurück auf Arbeit bin. Hab ich das Primatenzentrum jetzt auch mal von hinten gesehen.

Zurück auf Arbeit. Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Kribbeln. Alles wird schlimmer. Sehr doof.

Da das Wetter endlich mal schön ist, fahren der beste Freund und ich ins andere Nachbarörtchen, um dort im Wald spazieren zu gehen. Leider friere ich total durch, meine Hüfte zickt und ich kann meinen Rumpf kaum noch halten. Wir brechen nach ein paar Hundert Metern lieber ab.

Last-minute eine Jacke bestickt. Wobei das nicht ganz stimmt. Der beste Freund hatte damit angefangen und es (mal wieder) geschafft die Jackenvorder- und rückseite kunstvoll zusammenzusticken. Ich habe also erstmal fleißig aufgetrennt. Die Jacke und auch die Sticki selbst waren dann zum Glück noch zu retten. Also fertig gestickt.

Die restlichen Geschenke eingesammelt und abmarschbereit gemacht. Ich denke, so richtig fahrtüchtig war ich bei dem Schmerzlevel, dass ich inzwischen erreicht hatte, nicht mehr. Aber irgendwie ging es zurück.

Mann und Kinder begrüßt, beglückwünscht und noch gemeinsam Pommes und Gyros gegessen. Drachenmeister zu Ende vorgelesen. Danach schnell schnell aufs Sofa mit Heizkissen und einer Folge Expanse (mist, schon Staffelende geschaut), Dr. Who (mist, trotz BBC Player Abo nicht mehr kostenfrei), Torchwood. Danach ist der Geburtstagsmann noch mit seinem Kumpel zum Zocken verabredet und ich gehe samt meines Heizkissens und 1200mg Ibu ins Bett. Die helfen zwar nicht richtig gegen die Schmerzen, machen aber so müde, dass ich fix eingeschlafen bin. Reicht auch an Schmerz für einen Tag.