Donnerstag, 16. Juli 2015

Deutschlands Bürokratie...

Ich wurde neulich Zeuge eines Fahrradunfalls an einer größeren Kreuzung. Dabei wurden beide Radfahrer verletzt und mindestens ein Rad irreparabel beschädigt. Da einer der beiden ein ca 12-jähriger Junge war, haben wir Zeugen doch darauf gedrängt, dass die Polizei hinzugezogen werden sollte.
Nun denn, seit dem warte ich auf den Zeugenfragebogen, der zweifellos per Post eingehen sollte.

*klingeling* Mein Telefon...

Dran ist ein Polizist, der mir ja gerne den Fragebogen schon zugeschickt hätte. Aber leider ist das entsprechende Formular nicht auszudrucken, solange mein Geburtsdatum nicht ordentlich eingetragen ist.

Ich spekuliere jetzt lieber nicht über die Qualität der benutzten Software...

Sonntag, 12. Juli 2015

12 von 12... im Juli

Bitte weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen.

Keine 12 Bilder vom 12ten, die ich bei Caro verlinke... also außer ihr wolltet die unaufhörlich drehende Waschmaschine in 12 Persepektiven sehen. Oder vier Kranke, die sich auf dem Sofa versuchen auszuruhen, nachdem ein fieser MD-Infekt uns alle niedergestreckt hat.

Ich bin dann mal Hühnersuppe aufwärmen.

Sonntag, 5. Juli 2015

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? ... (Tagebuch 5 im Juli)

Wie an jedem 5ten des Monat fragt Frau Brüllen: WMDEDGT?

 0:00 - Wir erreichen die Autos am Waldrand und packen müde Kinder ein. Gerade kommen wir von einer Glühwürmchen-Nachtwanderung und das Glück war uns hold. Oder eher die Glühwürmchen. Ganz ganz viele leuchteten uns den Weg durch den dunkler werdenen Wald. Einmalig schön!

1:00 - Alle schlafen, wenn es auch heiß und stickig ist.

8:37 - Wuah... ich bin MÜDE, aber sowohl unsere, als auch die Besucherkinder sind trotz langer Nachtwanderung schon wieder fit. Also wanke ich unter die Dusche und wir frühstücken zu acht auf der Terrasse während die Temperaturen schon merklich steigen.

Den Vormittag verbringen wir noch mit dem neuen Gesellschaftsspiel (Galaxy Truckers), während der mini schläft und die anderen Kinder sind in die relativ Kühle des Wohnzimmers zum spielen und IceAge gucken verzogen haben. Eigentlich nicht so schön mit Besuchskindern Film zu schauen - aber besser, als in der Affenhitze draußen zu toben. Dafür waren dann doch alle zu platt.

Gegen Mittag tritt unser Besuch die Heimreise an und für einen Moment überlege ich, jetzt schnell mal die Wäsche zusammenzulegen. Doch die Hitze mag mich nicht und ich wanke zurück ins Bett - Kreislauf hinüber.

16:00 - Ich wache völlig verwirrt auf und stelle fest: ui, spät! Also das übliche Sommerprogramm abspulen: Wickeln (nur Mini), Sonnencreme auf zwei Kindern verteilen, Klamotten verteilen, Mützen aufsetzen. Auto lüften und danach alle einsteigen. Uff - man ist direkt wieder durchgeschwitzt, zumindest fühlt es sich so an.

17:00 - Wir trudeln samt der auf dem Weg eingesammelten Uroma bei den Schwiegereltern zum Grillen ein. Das Wetter ist super, der Große plantscht mit seinem Onkel im Pool, der kleine hockt neben dem Kaninchenauslauf uns freut sich. Dann ziehen langsam dicke Wolken auf. Trotzdem schaffen wir es noch, draußen zu essen, bevor ein hefitger Gewittersturm über uns rüberzieht. Dankenswerterweise geht dabei endlich die Temperatur auch ein wenig runter.

20:00 Wir sind zurück zu Hause, räumen im Garten Äste weg und den vergessenen Fuhrpark vom Rasen unters Carport. Alle Tiere sind wohlauf.

Und jetzt tippe ich hier noch fix zu Ende, bevor ich früh samt Buch ins Bett verschwinde. Morgen haben ich gleich früh einen Termin zur Krankengymnastik. Hoffentlich kriegt sie meinen Rücken wieder fit.

Samstag, 20. Juni 2015

Lieber Herr Jurist...

Ich danke Ihnen sehr, dass Sie sich an einem Freitag Nachmittag für zehn angehende Absolventen die Zeit genommen haben, um mit ihnen über Bewerbungsunterlagen zu sprechen. Ich finde es gut, dass Sie sich ehrenamtlich dafür begeistern können und das sogar während Ihrer Elternzeit.

Ein paar kleine Anmerkungen möchte ich trotzdem loswerden.

Punkt 1: Sie brauchen keine PowerPoint Präsentation, wenn sie sowieso nur hektisch zwischen den Folien hin und her springen und sich von jeder Folie gerade den Punkt raussuchen, der zu dem passt, was Sie gerade sagen. Das stört und kostet nur unnötig Zeit. vielleicht entscheiden Sie sich beim nächsten Mal lieber nur für eine Sache? Entweder sich am PP-Vortrag entlanghangeln - oder abhängig von den eingeworfenen Fragen Antworten geben und weitere Informationen hinzufügen.



Punkt 2: Vielleicht hat es Ihr Studium ja mit sich gebracht, dass Sie sich niemals festlegen - man könnte ja wegen einer nicht ganz präzisen Aussage or Gericht geschleppt werden? Ich weiß es nicht. Für Studenten, die gerne wissen möchten, wie Bewerbungen aus Personalersicht ankommen, ist es jedenfalls absolut nicht hilfreich eine Aussage zu treffen, um sie im nächsten Satz sofort wieder abzuschwächen oder gar ganz zurückzunehmen.

Gesprächsführung: verbesserungswürdig

Punkt 3: Sexistische Äußerungen sind diskriminierend und lassen Sie auf der "Der Herr weiß, was er dort sagt, es lohnt sich ihm zuzuhören"-Skala ganz schnell im Boden versinken. Nein, Jobs im öffentlichen Dienst sind NICHT primär spannend für Frauen, weil man dort häufig in Teilzeit arbeiten kann.
O-Ton (1): "Im ÖD gibt es viele Teilzeit-Jobs - das ist ja besonders für sie Frauen interessant."
Sie hatten dort sieben Frauen sitzen, die entweder schon höchstqualifizierte Abschlüsse haben oder bald haben werden. Diese Frauen werden wohl kaum nach Wegen suchen, sich erfolgreich zu bewerben, weil sie einen schnuckeligen TZ-Job suchen, der ihnen nicht viel Stress macht.

O-Ton (2): "Das ist ein Bewerbungsfoto meiner Frau. Und wie finden sie Sie?"  WTF!
Mehr fiel mir zu so einer Aussage gar nicht sein. Weder interessiert es mich, wer Ihre Frau ist, noch wie sie aussieht.
Interessant wäre gewesen, ob das Bewerbungsfoto den Personaleransprüchen genügt, ob es die gängige Form wahrt und an der richten Stelle in den Unterlagen ist.

Auf die Frage, ob man Kinder im CV erwähnen sollte, oder nicht, sagen Sie:
O-Ton (3): "Kinder? Katastrophe!"
Und danach wanden Sie sich ein wenig und beantworteten die Frage wie alle anderen mit: "Ja, man kann sie weglassen oder eben auch nicht."

Sinn für Gleichberechtigung: Setzen, sechs.

Punkt 4: Nur eine kleinere Randnotiz, aber da sie ja betonten, dass sie selbst Akademiker sind, passt es doch. Post-Doc-Stellen sind ganz klassische Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter, die ihre Projekte noch eine Weile weitermachen (oder sogar die Arbeitsgruppe wechseln, um etwas neues zu machen), um danach die endgültige Entscheidung "Uni oder Industrie" zu treffen.

Punkt 5: Muster-CVs und Anschreiben von Menschen, die schon in x Firmen gearbeitet haben und zehn Jahre Berufserfahrung im Lebenslauf unterbringen müssen, sind für frische Hochschulabsolventen etwa so hilfreich wie der vergammelte Joghurt im WG-Kühlschrank.

Vorbereitung auf das Klientel: verbesserungswürdig

Punkt 6: Ihnen passt offenbar Ihr Job nicht, das haben wir alle bemerkt. Ja, ich glaube Ihnen sogar, dass Personaler einen stressigen Job mit vielfältigen Aufgaben haben. Natürlich ist es dann anstrengend, wenn man hunderte von Bewerbungen sichten muss und gleichzeitig Mitarbeitergespräche führen soll und Kündigungen schreiben. Aber es ist Ihr Job - wenn der Ihnen nicht mehr gefällt, suchen Sie sich etwas neues, aber jammern Sie nicht potentielle Bewerber voll, wie anstrengend es doch auf Seite des Personaler ist. Wissen Sie - wir brauchen alle einen Job, sonst stehen wir am Ende beim Arbeitsamt - SIE haben einen Job. Und das heutige Bewerbungsverfahren ist auch nicht gerade ein Spaziergang.

Jammern auf deutschem Niveau: Hervorragend.


Persönliches Fazit: Die zwei Stunden hätte man sich sparen können. Der Workshop hieß "Bewerbungen aus Sicht des Personalers", außer dem Einheitsbrei, den auch jeder beliebige Bewerbungsratgeber oder Google hergibt, gab es keinerlei neue Informationen. Der Teil "aus Sicht des Personalers" war bis auf ganz wenige Sätze (Personaler gucken NUR nach Qualifikation. Personaler sind von Rückrufen von Bewerbern genervt) praktisch nicht existent. Der Dozent hatte keine Ahnung von den unterschiedlichen Anforderungen, die an Geistes- und Naturwissenschaftler gestellt werden.
Überflüssig. Die Zeit hätte man mit Stellensuche effektiver verbringen können. Schade.

Donnerstag, 18. Juni 2015

To sew...

Es ist jetzt fast richtig Sommer und bisher habe ich für die Jungs genau vier Teile genäht. Ich habe darüber hinaus ganz viele viele Ideen für Nähprojekte und irgendwo in meinem Kopf ist da der hartnäckige Gedanke auch mal was für mich zu nähen. Meist kommt das ja doch immer zu kurz.

Also dann, meine to-sew-Liste mit der ich mir jetzt fest vornehme, sie nach und nach abzuarbeiten.

Für den Großen:
  • Schlafsack + Aufbewahrung für den Großen (nach einer Idee von Zottellotte)
  • Sportsachen für den Großen
  • Badesachen
  • mindestens 2 kurze Shirts
  • Einschulungsshirt (da hat er schon genaue Vorstellungen)
  • Bettwäsche
  • Unterbuxen (Freebook von... vergessen. Aber inzwischen gibt es da einige)

Für den Kleinen:
  •  2 kurze Sets (diesmal mit Tshirt, gerne noch eine Marina+Minisun Kombi)
  • eine dünnere Jerseyjacke für kühlere Tage
  • Badesachen
  • Shirt passend zum Schulshirt des Großen
  • Bettwäsche

Für Haus & Hof:
  • eine Kühltasche für die gelieferten Milchflaschen
  • Kissenhüllen
  • Einkaufsbeutel
  • Backhandschuhe
  • Kulturtasche (nach Salsabils Nähtaschentutorial)
  • 2 Schlüsselanhänger für Briefkasten- und Gästezimmerschlüssel 
  • Tagesdecke für's Bett

Für mich:
  • LA-Shirt
  • Lorelady (Farbenmix)
  • Unterbuxen (Pattydoo)
  • Küchenschürze
  • Portemonnaie (Wildspitz)
  • Gurt für meine Kameratasche 
  • die Schnabelina-Hipbag fertig stellen *hust*
Vielleicht ist da ja auch was für euch dabei? Oder ihr könnt noch ein passendes Schnittmuster empfehlen?

Mittwoch, 17. Juni 2015

Der nächste Schritt...

lag heute in Form eines pinken Zettels im Fach des Großen. Die Abmeldung für den Kindergarten. Noch 4,5 Wochen dann sind drei wunderbare Jahre in "unserem" KiGa vorüber.
Zum ersten Mal gibt es dann große Ferien für den Vorschüler. Vielleicht wird er sogar ein paar Tage bei Oma und Opa alleine urlauben.

Und was nehmen wir aus der Kindergartenzeit mit? - VIEL!

Wir waren als Eltern rundum zufrieden mit der Einrichtung. Die Erzieherinnen (und auch der ein oder andere heißgeliebte Praktikant) waren allesam offen, zugewandt und warmherzig. Das Konzept des Kindergartens, dass sie vom ersten Tag an darauf hinzielen, dass die Kinder am letzten Tag die Einrichtung schulreif verlassen, ist voll aufgegangen.
Das breite Angebot von Bewegung (die überall ganz bewusst in den Alltag integriert wird und zusätzlich gibt es ein Bewegungsangebot in der Turnhalle), Waldtag (inkl. Niedrigseilgarten), Bibliotheksbesuchen (mit dem Bus in die nächste Stadt), Kino, Theater, Weihnachtsmarkt, Stadtführung, Festen, Vorführungen, Vorlesen, Singen, Tanzen, Basteln, Malen, ... hat dem Großen jeden Tag auf's Neue sehr gut gefallen. Dazwischen gibt es vor allem Zeit zum Spielen, zum Entdecken, zum Toben, zum Klettern, zum Lachen und Streiten mit Freunden.

Anfangs ging der Große noch mit seinem Kissen (das auch heute noch nirgends fehlen darf) los, weil er es unbedingt zum Mittagsschlaf brauchte. Manchmal winkte er vom Arm einer Erzieherin.

Heute schmeißt er uns ganz selbstverständlich über die Schwelle und manchmal reicht die Zeit nicht mal mehr für ein "Tschüss", bevor er schon mit seinen Freunden verschwunden ist.

Und so schaue ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Weil es für den Großen und für uns drei wirklich tolle Jahre waren und weil wir uns auch freuen, dass bald etwas Neues beginnt.



Dienstag, 16. Juni 2015

Erdbeersirup....

Ich erzähle euch heute, wie ich den Erdbeersirup gemacht habe. Ihr könnt das auch und ich verspreche: es lohnt sich auf der ganzen Geschmackslinie!

Die Sache mit dem Überkochen und Herd scheuern könnt ihr getrost weglassen.

Also ran an die Erdbeeren!

1 kg Erdbeeren
500 ml Wasser
1,3 kg Zucker (richtet sich ein wenig nach der Menge des Erdbeersaftes)
Zitronensäure

Erdbeeren waschen, Stiele entfernen und vierteln. Zusammen mit dem Wasser in einem großen (!) Topf erhitzen, pürieren und ein paar Minuten aufkochen lassen.
Danach den Erdbeermatsch durch ein Sieb drücken, das mit einem sauberen Mulltuch (Moltontuch, Spucktuch) ausgelegt ist. Mit einem Löffel den Erdbeersaft durch das Sieb streichen. Am Ende geht das nicht mehr so gut, aber dann sollte der Saft auch etwas abgekühlt sein und man kann den Rest durch das Mulltuch auspressen.
Den aufgefangenen Saft wiegen und dann 2:1 mit Zucker (ich hatte etwa 550g Saft und 1100 g Zucker, aber eben auch Überkoch-Verluste) in einem großen Topf erhitzen und zu einem dickflüssigen Sirup einkochen lassen, dabei öfter mal rumrühren.
Noch heiß in heiß ausgespülte Glasflaschen füllen und gut verschließen.

Schmeckt super über Eis, in Mineralwasser oder Sekt!