Dienstag, 28. Juni 2022

Norwegen im Flugchaos - Tag 1 und 2

 Nach Monaten des Abwägens und Planens und wieder Umplanens und weiterem Abwägen ging es am Montag nach einem sehr vollen Wochenende doch los zum BER.

Geplant ist: Flug vom BER via Oslo nach Tromsø, samt Gepäck und den riesigen Radkoffern. Zwei Wochen radenln von Tromsø nach Sortland. Dort Umstieg in einen Mietwagen, Fahrt zum Urlaubshaus, Treffen mit dem Rest der Familie und Freund E., die aus Narvik / Evenes kommen.

Der Montag geht erstmal los damit, dass L. noch Kundentermine abreißt und wir dann mit seinem Hui in drückender Hitze von 36°C nach Berlin fahren. Dort ein weiterer Kundentermin. Ich erspare hier jetzt jedem die Beschreibung von sehr schmalen, an beiden Seiten beparkten Berliner Seitenstraßen, die KEINE EINBAHNSTRASSE sind und durch die man mit dem Ioniq5 nicht fährt, sondern sich eher vorantastet. Kreuzende Radfahrer inklusive.

Wir sind komplett durch, als wir Abends am Hotel gegenüber des BER ankommen. Ich möchte auch nicht verschweigen, dass wir eine Ladestation anfuhren, die nicht funktionierte (Telekom) und dann die beim Ikea nutzen, die allerdings um 20:00 abgeschaltet wird. Nun gut, immerhin konnten wir 15min laden und verschieben die Suche nach einer Lademöglichkeit auf in vier Wochen. Genug Auswahl gibt es.

Check-in in einem kleinen Hotel. Dort gibt es warme Küche. Juhu. Wir essen und verkrümeln uns dann direkt ins Bett, denn der Wecker klingelt schon um 5:00. Man soll ja früh da sein, das Auto kommt ins Parkhaus und vor allem SOLL MAN JA FRÜH DA SEIN. Nach einer grauenhaften Nacht (ich beneide Leute, die vor Reisetagen einfach gut schlafen können), stehen wir übermüdet auf und sitzen dann eine Weile im Auto. Irgendwie ist uns, als wäre nach Hause fahren die bessere Option. Huch. Das hatten wir in der Intensität auch noch nicht.

Letztendlich fahren wir die paar Meter zum BER, ich steige mit allem Gepäck am Terminal aus. L. bringt das Auto ins Parkhaus und joggt dann ebenfalls zum Eingang. Es regnet ein wenig, aber wenigstens ist diese unerträgliche Hitze vorbei. Wir sind zeitig da und so ziemlich die einzigen mit Masken. Ich erkenne eine Korrelation zwischen der Menge der Menschen, die dicht gedrängt ohne Masken in langen Schlangen warten und dem ständigen Husten, Schniefen und Niesen, das uns umgibt. Großartig.

Der Norwegian-Schalter ist noch nicht so voll, wie einige andere Check-Ins. Wir stellen uns in die Schlange und warten. Es dauert eine ganze Weile bis wir dran sind. Vor uns sind ein paar Leute mit den üblichen "Fisch-Styroporboxen". Bei denen dauert es besonders lange. Ich befürchte, dass auch wir mit den Radkoffern ebenso zu einer Verzögerung beitragen werden. Tun wir dann nicht, alles läuft prima. Die Dame am Schalter ist sehr nett und wir sind fix durch. Der Weg zum Bulkbaggage ist auch kurz. Überhaupt scheint mir der Flughafen einigermaßen gut durchdacht zu sein. Bin jetzt aber auch kein Flughafenexperte. Wischtest samt NMR und Röntgen sind auch schnell, da ist nicht mal jemand vor uns. Die Beamten allerdings eher einsilbig-grummelig. Naja, wäre ich wohl auch, wer weiß, was Leute alles versuchen in Koffern zu schmuggeln. Danach erstmal Kaffee und Brownies zum Frühstück, die wir gemütlich draußen essen.

Die meisten Sicherheitskontrollen sind geöffnet, es gibt Anzeigetafeln, wo wieviel Wartezeit ist. Alles geht morgens um 7:30 noch recht schnell, obwohl es ziemlich voll ist. Wir hatten ganz kurzentschlossen meinen Handgepäckskoffer mit aufgegeben. Schien uns eine prima Idee zu sein. Weniger zu rollkoffern, ich hatte nur eine kleine Handtasche dabei und kann L. immer mit dem Ein- und Ausräumen des Rucksacks helfen. Super Idee also, oder?

Hinter der Security kaufen wir zuerst mal was zu trinken. Zwischendurch kam schon die erste SMS, dass der Flug um eine Stunde verspätet sei. Ja nun - wir haben ja fast drei Stunden Aufenthalt in Oslo. Ein Gate ist nicht angegeben. Wir suchen uns eins mit wenig anderen Leuten und sitzen rum. Es gibt mindestens drei Pokestops im BER. Es kommt die nächste SMS. Die Anzeigen für unseren Flug bleiben offen. Wir warten. Dass man Geduld an Airports braucht, ist ja allgemein bekannt. Große Müdigkeit überfällt mich. Wir warten weiter. Irgendwann wird ein Gate angezeigt. Natürlich eins auf der anderen Seite vom Flughafen. Also spazieren wir dorthin. Der Flug wird angezeigt, außerdem der Hinweis "Bitte warten". Okeeehhh. Die nächste SMS (es ist so etwa 10:00) sagt uns, dass der Flug wohl gegen 12:00 kommt. Wir laufen nochmal ein bißchen Hin- und Her. Dann sitzen wir wieder. Dann gehen wir. Es gibt übrigens kostenlose Wasserspender überall - man muss also nicht wie wir für 7,25€ einen halben Liter Cola und einen halben Liter Saft kaufen. Wir sitzen wieder, L. schläft eine Weile. Ich gucke auf die Anzeigen. Tatsächlich kommt irgendwann das Flugzeug. Wir steigen in einen Bus, der uns (keine Übertreibung) etwa 100m weit fährt. Nun gut. Sicherheitsbestimmungen und so. Boarding eines komplett weißen Flugzeugs, es scheint nicht das übliche Norwegian-Flugzeug zu sein, dann warten wir auf eine freie Startbahn. Ich verstehe zwar nicht alles, was der Pilot durchsagt, aber offensichtlich konnte das eigentliche Flugzeug nicht gewartet werden und deshalb gab es erst Verspätung, dann ein Ersatzflugzeug und dann durften sie nicht in den deutschen Luftraum einfliegen. (Später lese ich Berichte, dass es einen Tag später ein Softwareupdate gab, dass misslang und daher niemand einfliegen durfte. Vielleicht gab es das gleiche Problem am Dienstag auch schon. Softwarefehler - kannste nix machen).

Der Flug vergeht recht zügig, über Oslo etwas turbulent, dort ist das Wetter gar nicht mal so schön. Wir wissen noch nicht, wie wir weiterfliegen sollen, denn inzwischen kommen wir deutlich nach dem Anschlussflug an. Nach der Landung kommt direkt eine SMS, dass wir umgebucht wurden auf einen späteren Flug. Ein paar weitere Stunden warten. Außerdem wird durchgesagt, dass Leute, die eine domestic connection haben, direkt zu den entsprechenden Gates gehen sollen. Gehen sie also bitte NICHT zur Gepäckabholung und NICHT nochmal durch die Security. Ok. Schön.

Wir warten also, holen uns etwas zu Essen und warten weiter. Recht zeitig gehen wir zum Durchgang zu den domestic gates. Unsere Boardkarten wollen uns allerdings nicht durchlassen. Wir fragen und bekommen die Info, dass wir doch zur Gepäckabholung sollen und dann wieder alles einchecken und wieder durch die Sicherheitskontrolle. Wir haben ja Zeit...

Bei den Gepäckbändern ist nirgends irgendwas, was nach unseren Koffern oder auch den Radkoffern aussieht. Wir fragen nochmal und nun heißt es, dass Anschlussflüge am selben Tag KEINE Gepäckabholung haben. Wir müssten nur durch die Kontrollen. Also stellen wir uns in die sehr langen Securityschlangen, warten, werden gescannt und sitzen irgendwann am richtigen Gate. Der Flug hat auch nur ca. eine halbe Stunde Verspätung - da sitzen wir aber schon im Flieger. Es gibt nämlich niemanden, der das Rückwärtsschiebefahrzeug fahren kann. Aha. Wurde auch in Norwegen das Personal eingespart?

Der Start ist etwas ruppelig, der Rest des Fluges nicht so. Der Pilot erzählt uns von den langen Wartezeiten, aber "weather conditions are good". Die norwegische Wetterseite yr.no stimmt dem zu  - allerdings bin ich mir unsicher, ob es "gut" ist, wenn es auf dem 69° Breitengrad, 320km nördlich des Polarkreises 29°C sind. Wir sitzen nicht zusammen, sind aber total froh, dass wir überhaupt auf einen am gleichen Tag abgehenden Flug umgebucht werden konnten. Fantastischer Anflug über Narvik / Inselketten und Tromsø. Wir landen. Wir gehen zum Gepäckband. Nichts. Gar nichts.

Wir melden unser Gepäck als vermisst / verspätet und kriegen einen Zettel ausgehändigt. Es ist ein bißchen schwierig eine passende Nachsendeadresse anzugeben, da wir ja eigentlich eine Radtour geplant haben. Zu diesem Zeitpunkt sind wir komplett erschöpft, übermüdet, seit mehr als 14h auf den Beinen und stehen jetzt echt bei 29°C (!!!!) im wunderschönen Tromsø und müssen aushalten, dass man sich direkt heimelig und zu Hause fühlt und andererseits ohne Gepäck da steht. Durchatmen. Taxi ins Zentrum nehmen. Der Taxifahrer erzählt uns, dass es einen Piloten/Groundcrew/Techniker-Streik in Norwegen gab, den die Regierung heute beendet hat. Das erklärt wohl unseren verspäteten Flug im Ersatzflugzeug. Im Hotel einchecken, dann zum Supermarkt. Zum Glück haben die Läden lange auf. Wir kaufen Zahnbürste, Seife, Zahnpasta, neue Socken und Unterhosen. Außerdem irgendwas zu Essen und ein Eis. Damit spazieren wir zum Hafen, schauen zur Eiskathedrale rüber und überlegen völlig verrückt eine mitternächtliche Ribboattour zu buchen. Hätten wir einfach machen sollen. Wir sind aber leichtsinnig vernünftig und gehen ins Hotel. Endlich duschen, dann nochmal alle Kraft zusammensammeln und einen Plan B entwickeln. Es fügt sich, dass wir unsere zweite Unterkunft (15km vom Airport) um einen Tag verlängern können. Das gibt uns Luft bis zum 02.07. um unser Gepäck wieder zu bekommen. Dann schlafe ich einfach ein wie ein Stein. Total egal, ob es nicht dunkel wird oder sonst was. Alle Akkus leer.

Sonntag, 12. Juni 2022

12 von 12... (im Juni)

 Geburtstags 12 von 12  - Caro sammelt wie immer zwölf Bilder des 12. Und wie immer hat der beste Freund heute Geburtstag und wir verbringen den Tag bei ihm im Garten.

Morgens schnell noch den Kuchen fertig gemacht. Es ist ein Brownie-Cheesecake mit Lemon Curd geworden.

Danach suche die die größten Tomatenpflänzchen raus, die heute im anderen Garten gepflanzt werden sollen. Aus verschiedensten Gründen sind die Tomaten ziemlich hinterher, aber das macht ja nix. Der Sommer wird noch lang.

Im Gewächshaus wachsen superminikleine Oliven.

Während draußen die ersten Johannisbeeren reif sind.

Am Blaubeerbusch ist tatsächlich aus jeder Blüte eine Frucht geworden. Der kleine Busch hängt unglaublich voll.

Die neue Wand ist inzwischen auch bepflanzt und dort wachsen nun Wacholder, Currykraut, Pimpinelle, Borretsch, Chilis und Zitronenverbene.

Im Gartenhäuschen bauen wir für unsere kleine Runde ein Brunchbuffet auf.

Die Kinder sind allerdings ganz schnell satt und bauen die Wasserbahn auf. Es kommt einem allerdings so vor, als würden ein bis zwei Erwachsene stundenlang aufbauen, dann wird fünf Minuten gespielt und dann... naja. Aber zum Verkauf anbieten sollen wir die auf gar keinen Fall!

Wir pflanzen die Tomaten und gießen sie gut an. Das kleine Bewässerungssystem ist nämlich reparaturbedürftig und ob zur Reparatur haben wir momentan keine Zeit.

Im Hochbeet wächst eine sehr interessante Zwiebelsorte.

Die nämlich oben am Grün wiederum neue Zwiebelchen ausbildet.

(Nochmal) Kuchen und dann ein ruhiger Abendausklang.























Sonntag, 5. Juni 2022

WmdedgT... (im Juni)

 Frau Brüllen sammelt Tagebucheinträge.


Schon Halbzeit, die Zeit verfliegt einfach nur so und ich habe das Gefühl sie beschleunigt sich noch von Tag zu Tag. Wo bleibt die Anwendung des 1. Newtonschen Gesetzes auf die Zeit?

Sonntag, langes Wochenende. Wir starten also mit sehr gemütlichem Frühstück im Garten. Das Wetter ist leicht bewölkt, aber warm. Der Wind noch gerade kurz davor unangenehm zu werden. Einziges Manko ist, dass der Wind aus Richtung der angesetzten Brennnesselbrühe kommt. Urks. Immerhin scheint die fertig vor sich hingebrüht zu haben und kann nun gegen die Blattläuse eingesetzt werden.

Nach dem Frühstück schließt sich wie immer eine Haushaltsrunde an. Wäsche, mehr Wäsche. Wäsche ist ja immer. IMMER!

Danach chillen die Kinder bei irgendwas drinnen. Der Mann und ich widmen uns dem neuen Zaunteil zum Nachbargarten. Heute sind die gestrichenen Paletten trocken und können aufgestellt werden. Zwischendurch renne ich schnell Pflaster holen. Der doofe Akkuschrauber wollte nicht in der Schraube bleiben und hat sich stattdessen in den Finger vom Mann gedreht.

vorher


Erste Palette (rechts die Rankgitter habe ich vor ein paar Wochen schon erneuert)

zweite Palette

Mit Töpfen und Kräutern.


Nicht gerade Chateau Picard, aber ein Anfang. Gute Südlage!

Nach der Handwerksaktion hab ich eigentlich schon wieder Hunger. Wir essen ein paar Reste, ich telefoniere mit dem besten Freund. Irgendwie sind wir alle etwas müde und haben keinen richtigen Plan für den Tag. Der ergibt sich aber so nach und nach.

Es stellt sich nämlich heraus, dass der Große mit dem Konzept "erarbeitet euch den Inhalt komplett selbst und erstellt dann ein Lernvideo darüber" doch etwas überfahren war und Hilfe braucht. Ich schaue mir an, was er bis dahin gemacht hat und lese mir dann "mal kurz" Fettstoffwechsel an. Wie gut, dass ich das ja alles selbst mal gelernt habe und es deshalb schnell geht. Am Ende der Lerneinheit ist eine ordentliche Präsentation fertig, mein Kopf ist matschig und voller Schlagworte, der Große hat viel über Powerpoint und vor allem den sinnvollen (!!!!!einself) Einsatz von Animationen gelernt und hoffentlich auch, wie Fett im Körper verwertet wird. Uff.

Es schließt sich an: Wäsche. Und Norwegisch mit dem Minimann. Mal sehen, ob wir diese Woche dann den Ligaaufstieg mal wieder schaffen. Wäre ja schön.

Dann ist es überraschend spät, draußen tröpfelt es bei Waschküchen-Atmosphäre, die kaum atmen erlaubt. Der beste Freund kommt vorbei und wir verschwinden im Nähzimmer. Geheim, geheim - es wird für eine Hochzeit genäht.

Der Mann tischt derweil ein grandioses Asia-Essen auf mit allem, was man sich so wünscht. Es könnte sein, dass ich danach etwas überfressen bin. Also sehr.

Wir schneiden danach noch ein bißchen weiter zu, räumen im Nähzimmer auf und sitzen danach noch eine Weile gemütlich beisammen. Dann wird es spät und meine Augen fallen zu. Schnell ins Bett.

Donnerstag, 12. Mai 2022

12 von 12... (im Mai)

 Caro sammelt 12 Bilder vom 12.



Ein Teil des Gartens von oben. Ich muss planen und beobachten und überlegen.


Im Glas wächst alles selbstregenerierend ganz prächtig und blüht.

Ich gehe mit Freundin M. spazieren, wir machen eine sehr lange Runde und entdecken dieses Schild - oder was davon übrig ist.

Aussicht, die sich bietet, als ich mal wieder stehenbleiben muss beim Aufstieg. Wir wohnen hier schon hübsch.

Im Bärlauchwald gluckert der kleine Bach in einem Meer aus Bärlauchblüten.

Zurück zu Hause trudeln nach und nach die Kinder ein. Für alle hungrigen gibt es Tortellini und Ananas. Den oberen Teil der Ananas setze ich in ein Wasserglas und schaue mal, ob der Wurzeln bildet.

Ich gehe mit dem Großen den Wocheneinkauf machen.

Ölregal sieht immer noch so aus - das Mehlregal auch. Ich frag mich, ob unser Einkaufsladen bloß kein Bock auf Bekloppte hat und deswegen nicht nachkauft.

Wir kaufen jedenfalls sehr sehr viel ein. Der Große sieht mal, wie viel das alles kostet und fragt, wie viel wir verdienen. Wir schauen uns zu Hause eine Gehaltsabrechnung an, schauen auf die Kassenbons. Ich erkläre Steuern und Sozialabgaben und danach ist der Große etwas baff, fühlt sich aber immerhin informiert...

... und weiß plötzlich viel mehr zu schätzen, dass er sein lang erspartes Taschengeld für so ein teures Legomodell ausgegeben hat.


Der späte Nachmittag ist donnerstags reserviert für Schwimmen. Der Große muss noch lernen und bleibt zu Hause. Ich gebe den Minimann beim Schwimmkurs ab, der sich unbändig freut, dass sein bester Freund auch wieder dabei ist. Ich halte Schnack mit dessen Vater und schwimme 10 Bahnen. Es folgt ein eher kurzer Abend, denn ich bin nach Abendessen, Norwegischlektion und einer Folge Diener des Volkes einfach total platt und gehe ins Bett.


Donnerstag, 5. Mai 2022

WmdedgT... (im Mai)

 Frau Brüllen sammelt Tagebucheinträge.

Donnerstag ist mein "freier" Tag. Die Kinder sind erstmal aus dem Haus und nachdem ich einigermaßen ausgeschlafen habe, fahre ich zu meiner Freundin M. Wir trinken zuerst mal eine Tasse Kaffee und bringen uns gegenseitig auf den neuesten Stand. Zuletzt waren wir vor den Osterferien zusammen spazieren und seit dem ist ja doch eine ganze Menge bei jedem passiert.

Da ich lange nicht so fit bin, wie ich gerne wäre und Covid da auch einfach mal ein A**** ist, fahren wir ein kleines Stück zum Wald und gehen von dort aus eine Strecke, die uns an Feld und Wald entlangführt.


Zwischendurch machen wir an einer Bank Pause. Nach einem moderaten Anstieg bin ich ziemlich aus der Puste und muss mich kurz ausruhen. Erwähnte ich schon, dass man echt kein Covid haben möchte? Der Weg führt uns aus der Sonne heraus in den Wald, was wirklich angenehm ist, da es ziemlich warm ist heute. Am Wegesrand läuft sogar ein wenig Wasser mit - ein gutes Zeichen. Im Garten müssen wir wegen anhaltender Trockenheit immer gießen - inzwischen mit Leitungswasser, denn die Regentonnen sind leer. Am Wegesrand blüht es wunderbar und die Flora Incognita App verrät mir, dass es Sternmiere ist. Wirklich sehr schöne kleine weiße Blüten die üppig den Waldboden bedecken - zusammen mit blühenden Maiglöckchen und Bärlauch. Die Saison ist leider vorbei und wegen Covid haben wir sie dieses Jahr leider verpasst. Also keine eingefrorene Bärlauchbutter, kein Pesto. Megaschade!

Auf dem Rückweg halten wir kurz im Einkaufsladen. Ich kaufe Mittagessen und Kaffeesnack für die Kinder ein, zum gemeinsamen Mittag holen wir uns Brötchen. Es ist wirklich teuer geworden, so mal "auf dem Weg gekaufte Brötchen" machen sich im Portemonnaie bemerkbar. Nicht so schön.

Umso besser schmeckt es uns und nach dem Mittag machen wir noch eine Runde durch Ms Garten - ein wunderbarer Gemüse-, Obst- und Kräutergarten. Wild, schön, üppig, gut gelegen. Die Rosen strotzen vor Kraft, die Tomaten sind schon richtige Pflanzen, die Bohnen beginnen sich an den Stöcken hochzuranken. Ich finde dort immer was schönes und auch Ideen, was man auf unserem Grundstück noch machen könnte.

Drei Minuten nach dem Minimann komme ich zu Hause an. Da hat er sich schon ein Brot geschmiert und auch der Große hat nicht so viel Hunger. Prima. Spare ich mir heute zweimal zu kochen. Während der Minimann eine Runde vor dem Fernseher versackt und ausruht, verschwindet der Große zu Spanischnachhilfe-BBB. Nachdem diese zweimal ausgefallen war - wegen Covid bei uns, findet sie jetzt online statt. Welch Überraschung, die Nachhilfelehrerin hat Covid. Die Durchseuchungsstrategie an den Schulen geht wirklich super auf.

Der Große bleibt gleich bei seinen Schulsachen und übt für die morgige Musikarbeit. Ich bereite derweil Kartoffeln vor, die ich im Ofen backe und schnippele alle Zutaten für den Kartoffelsalat, der daraus entstehen soll. Dann machen wir uns bereit für den Schwimmkurs. Der Minimann hat natürlich wie immer keine Lust und mault und heult. Der Große hat keine Konzentration mehr zum Lernen. Also überrede ich ihn, sich den Kopf freizuschwimmen und das hilft auch den Minimann zumindest widerwillig mit ins Auto zu steigen.

Während wir auf den Mann warten, der mit den Kindern ins Schwimmbad geht, spielen wir eine Runde an der Tischtennisplatte. Ganz plötzlich hat der Minimann sehr viel Energie, um dort zu spielen. Aha. Ich übergebe die Kinder dem Mann und laufe noch eine Runde durch die Stadt um ein Geschenk und Erdbeeren einzukaufen. Zurück zu Hause mache den Kartoffelsalat für's Abendbrot fertig und rühre einen Erdbeerquark zusammen. Währenddessen bringt mich der Streitkräfte und Strategien Podcast auf den neuesten Stand.


Kleine Gartenrunde. Auf den Johannisbeeren sitzt ein Marienkäfer. Als alle vom Schwimmen eintrudeln, essen wir. Der Minimann hat dann doch voller Elan am Schwimmkurs teilgenommen. Wie eigentlich immer. Es wäre so schön, wenn man sich das Gemaule und Gezetere vorher einfach sparen könnte.


Kartoffelsalat aus gebackenen Ofenkartoffeln, Radieschen, Frühlingszwiebeln und Sprossen. Dressing aus (wenig) Mayo und Naturjoghurt. Super lecker! Wir essen draußen, weil das Wetter "so schön" (aber leider viel zu trocken) ist. Danach mache ich mit dem Minimann Norwegisch, der Mann und der Große gießen und dann sind die Kinder doch sehr müde von dem langen Tag.

Der Mann und ich genießen eine Weile Ruhe auf dem Sofa und schauen noch eine Folge Diener des Volkes. Große Empfehlung!





Dienstag, 12. April 2022

12 von 12... (im April)

 Am 12. eines Monats sammelt Caro 12 Bilder.


Im Vorgarten blüht es einfach so toll!

Und die Magnolie war etwas spät dran - hat dafür aber die Frostnächte überlebt und ist nun bereit die Blüten zu öffnen.

Für die ukrainische Familie im Dorf packe ich ein Osterkörbchen samt Karte. Ich denke, der Maulwurf ist immer passend.

Ausflug in den forstbotanischen Garten.

Wo es üppig blüht...

und blüht...

und lustig guckt.

In unserem Garten herrscht Arbeitsstimmung. Ich möchte gerne, dass vorne eine Hecke wächst. Und da der Boden hier ganz schlecht ist, müssen erstmal Vorbereitungen getroffen werden. 1. Pallisade anbauen.

2. Pferdemist aufhäufeln.

3. Erde schleppen.

4. Erde verteilen.

Da ist dann am Ende gar nicht mal so viel Erde übrig. Und das wo ich doch noch Beete bauen und auffüllen möchte. Aber so ist es im Garten, alles geht nach und nach.























Dienstag, 5. April 2022

WmdedgT... (im April)

 Frau Brüllen fragt wie jeden 5. des Monats: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Wir schlafen alle lange aus, es sind ja Ferien. Gegen 10h versammeln wir uns dann doch mal zum Frühstücken und fangen danach an zu packen. Eigentlich fahren wir heute in den Kurzurlaub Richtung Ostseeküste.

Aber andererseits ist es jetzt schon spät und wir sind alle müde und lustlos. Das Wetter ist mau. Aber wenigstens packen sollten wir und dann entscheiden wir eben spontan, ob wir heute oder morgen fahren.

Packen heißt natürlich, dass jeder was anderes packt und die jeweils anderen rumscheucht, um irgendetwas zu suchen, zu holen oder zu finden. Wir wuseln so eine ganze Weile durchs Haus, nebenbei gleich immer ein bißchen Haushalt, der ja trotzdem gemacht werden muss. Irgendwann am frühen Nachmittag ist alles gepackt. Für die Kinder Klamotten und Zeug für zwei Wochen. Der Plan ist, dass wir die Holländer an der Ostsee treffen und diese dann die Kinder mit nach Holland nehmen, während die Erwachsenen arbeiten müssen.

Für uns normale Sachen für ein paar Tage. Plus "wettergerechte" Kleidung. Plus "beisetzungstauglich". Am Ende kommt doch ganz schön viel zusammen. Dafür sind wir alle wieder müde. Die Kinder verkrümeln sich daher an die PCs, um mit Oma zu gamen. Langsam wird jeden klar: heute fahren wir nicht.

Ich raffe mich auf und kaufe nochmal ein bißchen Zeug ein, das fehlt. Außerdem Kuchen. Am liebsten hätte ich beim Asiamann auch gleich das Abendessen organisiert. Der hat aber leider Pause bis 17:00. Während ich von einem zum nächsten Laden laufe, kann ich damit auch gleich eine kleine Pokerunde verbinden.

Zurück zu Hause essen wir ziemlich guten Käsekuchen. Danach gehe ich eine Runde mit Laptop bzw. Buch aufs Sofa. Heizkissen läuft auch. Sehr angenehm. Alle tüddeln irgendwo und ruhen sich mal aus. Das ist sehr schön und vor allem sehr selten. Dann möchten die Kinder gern was spielen und wir entscheiden uns für eine Runde Triomino. Der Mann gewinnt sehr deutlich, aber immerhin hab ich nur noch ein leeres Plättchen vor mir - von mir kriegt er keine Extrapunkte. Ha!

Der Gewinner fährt dafür netterweise zum Asiamann, ich decke den Tisch und mache mit dem Minimann unsere Norwegisch-Lektion. Dann essen wir leckere Bratnudeln und kuscheln uns gemeinsam aufs Sofa um Phineas & Ferb zu gucken. Mal wieder eine grandiose Folge, der Mann und ich kriegen uns vor Lachen kaum ein.

Die Kinder gehen ins Bett. Wir gucken die letzte Folge Wallander und gehen dann ebenfalls recht früh ins Bett. Immerhin fahren wir morgen lange Auto.